Angelbachtal. (abc) Der Musikverein hat kürzlich das 40-jährige Bestehen mit einem Jubiläumskonzert in der Sonnenberghalle gefeiert. Die Begrüßung hunderter Gäste übernahm der Vorsitzende der Gastgeber, Heiko Krotz: „40 Jahre Musikverein sind Motto genug“, betonte er vor dem Hintergrund, dass das Konzert – anders als in den Vorjahren – unter keinem bestimmten Motto stand. Trotzdem oder gerade deshalb bekam das Publikum eine besonders abwechslungsreiche Musikauswahl zu hören.
Das Junge Blasorchester Angelbachtal spielte unter Leitung von Ann-Christin Krotz – angekündigt von Lukas Spieß und Simon Schuldt – zunächst unter anderem den „Captain America March“, danach „Highlights from Frozen“ und auch „Chinese Puppet Theatre“, bei dem Eva Sailer ein Solo auf der Querflöte spielte. Und auch „The Music of the Night“ von Andrew Lloyd Webber spielten die Musikerinnen und Musiker. Teilweise war hierbei auch nur das Vororchester zu hören, dessen Leitung Karin Seibel innehatte.
Nach der frenetisch eingeforderten Zugabe folgte ein Multimedia-Rückblick auf die Geschichte des Musikvereins, der 1985 mit einer vagen Idee des damaligen „Hirsch“-Wirtes und Metzgermeisters Franz Teichmann begonnen hatte. Der damals schon begeisterte Musiker Günther Rauchmann hatte daraufhin nach Gleichgesinnten gesucht, die im April 1986 zu einer ersten Probe zusammenkamen. Am 10. Oktober des gleichen Jahres entstand schließlich der Musikverein Angelbachtal, dessen Blasorchester nach der Präsentation die Bühne betrat.
„Die Auswahl unserer Stücke, die wir ihnen heute präsentieren werden, haben alle etwas mit Angelbachtal zu tun“, verkündete Katharina Hanreich, die neben Svenja Rauchmann durch das Programm führte. „Fanfare for the Festival of Light“ spielte ganz klar auf die Schlossparkbeleuchtung während des Pfingstmarktes an, während „Les Miserables“ an den in Eichtersheim geborenen Freiheitskämpfer Friedrich Hecker (1811-1881) erinnerte. Bei dem anschließenden „Highland Medley“ half eine Abordnung der „Heidelberg & District Pipes and Drums“ (HDPD), die nicht nur im Rahmen der 18. International Highland Games, sondern auch während des kommenden Pfingstmarktes zu hören sein werden. Einmarschiert sind die drei Dudelsackspieler und zwei Trommler mit dem Traditionsmarsch „Scotland the Brave“. Im Anschluss präsentierte das Blasorchester mit Gesang von Danielle Dawson und den HDPD das Stück „When the Pipers Play“. Mit „Amazing Grace“ wurde das Publikum in eine kurze Pause entlassen, bei dem man sich mit kühlen Getränken, Lachs-Häppchen und Laugenstangen stärken konnte.
Danach ging das Jubiläumskonzert mit dem „Florentiner Marsch“ weiter. Dann übernahm bei „Indian Fire“ mit Simone Rieger eine ehemalige Dirigentin des Musikvereins vorübergehend den Taktstock um anschließend während der „Weinkeller-Polka“ wieder Bariton zu spielen. Mit „Selections from Encanto“ von Lin-Manuel Miranda in einem Arrangement von Paul Murtha ging das Jubiläumskonzert dann in die letzte Runde.
Dirigentin Ann-Christin Krotz wurde für die mehr als gelungene Vorbereitung des Ensembles auf den großen Tag ausgezeichnet. „Music“ von John Miles, gespielt vom Blasorchester und gesungen von Tomke Achenbach sollte eigentlich den Schluss des Jubiläumskonzerts bilden, doch die Gäste forderten mehrere Zugaben. „Es war ein Abend voller Emotionen, voller Erinnerungen und voller Musik, die verbindet“, sagte Heiko Krotz und dankte allen, die an dem Jubiläumskonzert beteiligt waren. Zu Ende ging das Jubiläumskonzert mit erneuter Unterstützung der HDPD und dem Stück „Highland Cathedral“ sowie dem obligatorischen „Badnerlied“.
Fotos: Simon Schönhoff – simonschoenhoff.de




